Frust

„Frustration can be the best guide to leading you where you need to go. Sit there. Take breath. And allow yourself to be frustrated. Then figure out what frustration is saying. Listen to its voice. It’s telling you the problem and asking you to find a solution. (…) Let the frustration of „This is not where I want to be“ motivate you to keep moving forward. Go ahead. (…) The best way to relieve frustration is to dive headfirst right into it.“
[Paul Angone]

Tja. Frustriert. Das bin ich auch. Was meinen Fitness Status angeht. Neulich schon im Jazzdance Workshop beim Dehnen. Neben den ganzen biegsamen Teenie-Ballerinas. So sehr, dass es mir fast die Tränen in die Augen trieb.

Und heute im Gym.
Nach all den Wochen, ja sogar Monaten wenig Training, nach den vielen Pausen die ich aus gesundheitlichen Gründen machen musste, stehe ich jetzt quasi wieder am Anfang. So kommt es mir zumindest vor. Halbe Kraft. Kleine Hanteln. Wenig Gewicht. Wenig Kraft. Der Körper weich. Die Mind-Muscle-Connection wie eine Telefonleitung nach Übersee in den 80er Jahren. Himmelweit entfernt von Fitness und Figur aus dem meinem besten Sommer. 2016.

Es geht mir also nicht anders als irgendjemandem von Euch.

Jetzt kann ich entweder täglich fröhlich in die Instagram Kamera grinsen – oder eben erzählen wie es ist.

Neulich im Park hörte ich eine junge Frau mit Kleidkind sagen, auf die Frage wie es Ihr ginge: „Ich glaube ich bin gerade in so einer Erschöpfungsphase…“

So viele sind das. Oft wollen wir zu viel. Bürgen und tausende Aufgaben und Anforderungen auf. Vergessen dabei, uns um uns zu kümmern. Ja, ich auch. Manchmal merken wir es noch nicht einmal. „Haben Sie Stress?“ ist die neue Standard-Frage jedes Mediziners. Also bitte, wer hat das nicht?!

Ich persönlich höre so oft „Ja DU, machst eh immer so viel. Ich frag mich eh wie Du das alles schaffst!“

#öhm. Weil ich Bock drauf habe? Und manche Sachen auch machen muss?(Was nicht immer heißt dass alles sinnvoll ist.)

In unserer modernen, emanzipierten, feministischen Gesellschaft finde ich ist es gerade für Frauen schwierig, Erschöpfung zuzugeben. Haben wir doch inzwischen fast alle mehrere Jobs. Nachdem der Beruf Hausfrau und Mutter auf dem Papier weg rationalisiert wurde, aber eigentlich nach wie vor existiert. Eine 24/7-Aufgabe läuft halt jetzt nebenbei. Macht das Sinn?

Manchmal sind es aber auch Dinge die wir selber nicht beeinflussen können, die uns zu einer Pause zwingen.

Auch ich habe schwache Zeiten. Wie so viele. Gesundheitliche Probleme und große emotionale Aufgaben im Privaten haben mich im letzten Jahr viel Kraft gekostet. Da blieb für den Sport irgendwann nichts mehr übrig. Oder nur sehr wenig.

Jetzt ist es 2019. Der erste Februar. Und auch ich fange sportlich wieder von vorne an. Vielleicht nicht wie jemand der bei Null anfängt. Aber nicht weniger mühsam.

Ich habe kein „Juhu jetzt geht’s wieder los Gefühl“. Sondern ein Gefühl wie vor ein paar Jahren. Ich fühle mich schwach. Unförmig. Blass. Und bin frustriert. Alles ist anstrengend. Die Kraft ist weg. Der Elan mäßig.

Aber Hey! Es hat schon einmal funktioniert. Warum also nicht nochmal?!

Ich muss keine Höchstleistungen mehr bringen. Ich werde sehr bald 46. Da muss man den Kopf nicht in den Sand stecken, aber man muss auch nicht mehr der heiße Hase im Club sein. Da will ich gar nicht hin. Wobei ich das immer gerne war 😅😉 Mein Ego ist erwachsener geworden.

Aber fit will ich mich wieder fühlen. Und gesund. Und stark. Und wohl im Bikini.

Frustration can be the best guide to leading you where you need to go.

Na dann. Wollen wir mal.

Und Ihr so?!

#scheissaufchillen

Eure Isa***

PS: das klingt jetzt alles eventuell schwer melancholisch. Ist es nicht! Es geht halt nicht immer nur nach oben. Manchmal eben auch nur geradeaus. Und manchmal auch ein Stück nach unten. Es ist das Leben. Und das ist eines der wunderbarsten 💖

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Anna sagt:

    Danke für diese motivierenden Text, und nein, nicht melancholisch sondern einfach mitten aus dem Leben. Ich mag deinen Blog !

  2. Lilli sagt:

    Danke für deine Ehrlichkeit! Es ist schön zu wissen, dass man nicht alleine mit diesem Gefühl ist und es (leider) vielen (allen?) Mamas so geht.

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