Yoga – Grenzerfahrung im Schlafanzug

Happy monday Ihr Lieben alle!

Seit halb fünf heute Morgen bin ich schon wach.
Nachdem die nassen, schweren Schneemassen den Weg zu einem Termin auf dem Land Land Land versperrt haben, witterte ich etwas Zeit um ins Training zu gehen.
Zwischen halb fünf und fünf nach sechs (da klingelt mein Wecker), hatte ich Zeit darüber nachzudenken.
Ob es sinnvoll ist mit wenig Schlaf ins Training zu gehen zum Beispiel. Und dass ich eigentlich schon ewig etwas für mehr Beweglichkeit machen will.
Und dass ich mir doch vorgenommen habe, mit Bedacht zu trainieren.

Bis um fünf nach sechs hatte ich mich jedenfalls dazu entschlossen Yoga zu machen.
Wenn man es überhaupt so nennen kann, wenn ich das mache.

Dazu habe ich mir das Video raus gesucht, dass ich vor einer gefühlten (und realen) Ewigkeit mit meiner lieben Freundin Andrea Priya gemacht hatte.

Um viertel nach sieben waren mein Mann und die beiden jüngeren Mädels aus dem Haus. Die Teenager-Lady schlief noch fest.
Also habe ich mir eine Tasse Tee gemacht, ein bisschen auf meinem Handy rumgewischt, nichts Interessantes gefunden, und bin dann von der Couch auf den (hundehaarverfusselten) Teppich.

„Mei Wahnsinn!“ (bayrisch für WTF) ist das einzige was mir dazu einfällt.
Yoga ist für mich so schlimm wie Cardio. Mindestens!
Sogar alleine zuhause auf dem Teppich, mit meiner Gummi-Flex-Freundin Andrea auf dem Monitor, fühle ich mich wie ein Stück Holz aus dem man versucht eine Sprungfeder zu machen.

Das fühlt sich alles noch viel schlimmer an als es bei mir auf dem Video im Hintergrund aussieht.

Die Übungen ziehen und zerren an mir.
Ich schaffe es nicht mich „der Dehnung hinzugeben“. Ich denke – wie immer – bereits nach ein paar Minuten „wann um Himmels Willen ist das hier zu Ende?!“.

Und „nie nie nie nie nie (!!!!!) werde ich jemals auch nur ansatzweise flexbiler!“

Und „Waas? WO soll das Bein hin? Mein Arm ist zu kurz. Aua das drückt. So ein Mist! Ich möchte das nicht!

Und „Was will mir diese Herausforderung für meinen Lebensweg sagen?“

„Hör sofort auf mit dem Schmarrn.“ antwortet spätestens an dieser Stelle der kleine Teufel auf meiner linken Schulter.

Beim Dehnen, beim Yoga, komme ich sehr schnell an meine Grenzen. Auch an meine emotionalen. Das treibt mir wirklich auch zuhause, so ganz unbeobachtet, wenn wirklich niemand behaupten kann es ginge um sowas wie Leistung oder Konkurrenz, die Tränen in die Augen.

Ich kann das einfach nicht. Es ist unangenehm, anstrengend und doof.

Den Bruchteil einer Sekunde überlege ich, meine etwaigen Fortschritte auch für Euch zu dokumentieren. So ein Vorher-Nachher-Ding. Aber nachdem ich mir nicht vorstellen kann, dass ich jemals echte Fortschritte machen werde, es demnach also auch kein „Nachher“ geben wird, schiebe ich den Gedanken sofort beiseite.

Aber wie war das noch vor ein paar Tagen?

Frustration can be the best guide to leading you where you need to go.

Ich hab keine Ahnung ob ich das jemals hinkriegen werde.

Ich habe keine Ahnung ob mir das jemals gut tun wird.

Aber ich habe es gemacht. Heute Morgen. Eine halbe Stunde. Yoga. Vor dem Duschen.
Grenzerfahrung im Schlafanzug.

Kommt alle gut in die neue Woche!

Eure Isa***

PS: Jetzt ist es halb zehn. Eine gute Stunde später. Ich bin geduscht. Der Frust weicht. Und irgendwie, so ganz leise, irgendwo in mir drin, fühlt es sich doch ein kleines bisschen gut an. So jetzt im Nachhinein.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Renate sagt:

    Da sind wir ja schon zu zweit, die das hassen….
    Aber ich habe gestern auch in zwei Werbepausen von Biggest Loser gedehnt und gerollt.
    Eigentlich wollte ich es in allen machen, aber dann kam Wäsche aufhängen, Katze füttern, Pizza in den Ofen schieben, Klo gehen etc etc in den anderen 20 Werbepausen leider dazwischen.
    Aber…. immerhin 2x habe ich gedehnt…..

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