Zu hoher Blutdruck – WARUM?

Ihr Lieben Alle!

Diesen Artikel schiebe ich schon eine Weile vor mir her, weil ich nicht genau weiß wo ich anfangen soll. Oder eher: wo ich aufhören soll. Ich bin nicht sicher, ob es mir gelingt, das Thema einigermaßen strukturiert anzugehen, aber ich versuche es.

Zu hoher Blutdruck wird in der Regel nur zufällig bemerkt. Bei einer Routine-Untersuchung oder der Vorsorge beim Frauenarzt. Die meisten Menschen spüren es nicht, wenn die Werte zu hoch sind. Oder können die Symptome nicht deuten.
Diese können sehr vielfältig sein: Herzklopfen oder Herzstolpern, Antriebslosigkeit, ständige Müdigkeit, schlechter Schlaf, depressive Verstimmungen. Oder auch keines dieser Dinge.

Wird zu hoher Blutdruck als Dauerzustand entdeckt, geht die Schulmedizin oft wie folgt vor: 24-Stunden-Messung, Schilddrüsenwerte checken, lapidare Tipps wie „mehr Bewegung, gesünderes Essen, weniger Stress“, im Zweifel noch eine Untersuchung beim Kardiologen, und wenn dann keine pathologischen Befunde vorliegen und alles „o.B.“ ist, bekommt man eben z.B. Valsartan mit der Diagnose „essentielle (oder primäre) Hypertonie“.
Was dann so viel heißt wie: „Nicht gut, aber keine Ahnung warum.“

Kurz zur Erläuterung, was Blutdruck überhaupt bedeutet:
Unsere Organe und Gewebe werden durch das Herz mit Blut versorgt. Mit jedem Schlag pumpt das Herz Blut in die großen Gefäße des Blutkreislaufs.
Dabei entsteht ein Druck auf die Gefäßwände.
Einmal der systolische Druck. Das ist der Druck der in dem Moment gemessen wird, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht und „anschiebt“.
Zum anderen der diastolische Druck. Das ist der Druck auf die Gefäße in dem Moment, in dem der Herzmuskel erschlafft (und das Blut zurück in die erste Herzkammer fließt).

Der systolische Druck ist also höher als der diastolische.
Gemessen wird in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) und angegeben werden immer beide Werte, weil nicht nur die Höhe der einzelnen Werte, sondern auch die Differenz zwischen den beiden eine Rolle spielt.
Es wird immer zuerst der systolische Wert genannt. Dann der diastolische.
Geschrieben: „120:80“. Gesprochen: Hundertzwanzig zu achtzig.
120:80 wäre ein guter, gesunder Wert. Aber dafür findet Ihr viele Tabellen im Netz.

Was man über Bluthochdruck (Hypertonie) wissen sollte: bei den Medizinern nennt man ihn den „stillen Killer“. Eben weil so viele Menschen daran, bzw. an den Folgen sterben. An einem Herzinfarkt mit 52 oder Schlaganfall mit 58 Jahren zum Beispiel. Ohne jegliche Anzeichen im Vorfeld.

Für Beobachter ganz offensichtlich „selber schuld“ ist man natürlich immer dann, wenn man übergewichtig ist, raucht, sich viel zu wenig bewegt (18km pro Woche spazieren gehen sollte jedermanns/-fraus Minimum sein!), wenn man zu viel Zucker und fast food isst oder regelmäßig ins Glas schaut, davon das ein oder andere mal auch zu tief. Da kann man dann aus der zweiten Reihe leicht sagen: „Na, bei dem Lebensstil war das ja klar.“

Fast jeder der  diese Zeilen liest wird erst mal denken: „Damit bin sicher nicht ich gemeint. Ich rauche ja zum Beispiel schon mal nicht.“

So einfach ist das aber leider nicht. Denn wer auch nur eines dieser oben genannten „klassischen Kriterien“ erfüllt, gehört zu den „Risikogruppen“. Da kann man natürlich sagen: „Bevor ich anfange spazieren zu gehen, nehme ich lieber ’ne Tablette und gut is'“. Diese Entscheidung ist natürlich jedem selbst überlassen. Die meisten reagieren sicher so, denn sonst wäre Bluthochdruck nicht in der Hitparade der Volkskrankheiten die absolute Nummer 1. Immerhin sterben pro Jahr rund 400.000 Deutsche an Hypertonie oder deren Folgen. Meist trotz medikamentöser Behandlung. Nicht zuletzt haben die ganzen Medikamente ja auch Nebenwirkungen. Da mag das erhöhte Krebsrisiko bei verunreinigtem Valsartan noch harmlos erscheinen zu dem was Beta-Blocker so anrichten können.

Als „klassischer Hypertoniker“ darf man sich also getrost an der eigenen Nase fassen, und seinen Lebensstil in Richtung GESUND überdenken. Wem das zu anstrengend ist, der lebe damit so lange er kann.

GESUND leben fängt bei der Ernährung übrigens bei 500g Gemüse pro Tag an (an mindestens 5 Tagen pro Woche). Nur mal so am Rande. Damit klar wird, von welcher Größenordnung wir mal Klartext reden sollten. Da reichen die Banane am Nachmittag oder die Handvoll Nüsse nach der Salamisemmel bei Weitem nicht.

Spätestens jetzt denkt sich der ein oder andere Leser sicher „#meiwahnsinn (bayerisch für WTF) – da nehm‘ ich lieber ne Pille.“ Oder?!

Was aber ist, wenn man nicht in diese „klassische Risikogruppe“ gehört?
Was aber ist, wenn man schlank und sportlich ist, sich auch im Alltag viel bewegt, sich gesund ernährt, nur selten Alkohol trinkt und ein glückliches Leben führt?
Was ist, wenn der Stresslevel „normal“ ist. So wie es heutzutage eben nun mal ist, für emanzipierte Frauen mit Beruf UND Kindern UND Haushalt UND Mann UND Selbstverwirklichungs-Hobby UND Hundkatzemaus. (An dieser Stelle will gesagt sein, dass ich der absoluten Überzeugung bin, dass wir Frauen uns mit der aktuellen Entwicklung der Emanzipation teilweise selber ins Knie geschossen haben, und uns die Abschaffung des Berufs Hausfrau weder persönlich noch gesellschaftlich gut getan hat. Aber das ist ein anderes Thema, das ich in jedem Fall irgendwann aufgreifen will. Noch bin ich zu feige das laut zu sagen. Bekommt man doch oft zuerst von Feministinnen eine aufs Dach.)

Zurück zum Thema: Stresslevel also „normal“.

„Stress“ ist nichtsdestotrotz derzeit ja anscheinend bei einigen Medizinern eine beliebte Allround-Diagnose. Für alles, was keine greifbare Ursache hat.

Was also, wenn man pathologisch gesund ist, der Blutdruck trotzdem zu hoch ist, der Schlaf schlecht, die Verdauung unregelmäßig, die Magenschleimhaut gerne entzündet.
Wenn man den Gänsebraten an Weihnachten irgendwie nicht so gut wie früher verträgt, nach 2 Gläsern Rotwein sich der nächste Morgen wie nach einem Besäufnis anfühlt, der Muskelkater nach der Wanderung am Wochenende einem noch am folgenden Donnerstag in den Gliedern steckt… nur mal so als Rundum-Beispiel…

…was dann?

Fragt man einen Schulmediziner WARUM der Blutdruck ohne pathologischen Befund so hoch ist und WARUM sich alles irgendwie so bisschen doof anfühlt, lautet die Antwort womöglich

„Mei, das ist halt so. Wenn man älter wird kann das halt sein.“

Wenn man dann auch noch fragt, ob das allgemeine Unwohlsein und der Blutdruck etwas mit dem Essen zu tun haben könnten, eine Unverträglichkeit, eine Vorerkrankung oder eventuell sogar eine Histaminintoleranz in Frage käme, wird das mit Sicherheit verneint. Das traue ich mich fast zu wetten.

Dann lohnt es sich – wenn man nicht zur einfachen Pille greifen will – sich mit dem Thema Darmgesundheit zu befassen.

Und jetzt sind wir thematisch da, wo ich hinwollte:
Im Laufe unseres Lebens gibt es unzählige Dinge, die unseren Darm – und unsere Leber! – belasten. Angefangen beim Antibiotikum in der Kindheit bei Mittelohrentzündung, über eine EBV-Erkrankung als Jugendlicher, weiter über eine Durchfall-Erkrankung im letzten oder vorletzten Urlaub oder eine leichte Lebensmittelvergiftung nach nicht mehr ganz frischem Fisch. All diese Dinge belasten unseren Darm und unsere Leber. (Vor allem Pfeiffersches Drüsenfieber(EBV) ist in Sachen Spätfolgen auf keinen Fall zu unterschätzen, gilt dieses Virus doch nach aktuellem Stand der Wissenschaft von Multiple Sklerose bis hin zur Krebserkrankung als möglicher Auslöser).

Diese Vorbelastungen haben zur  Folge, dass diese beiden maßgeblich für unser Wohlbefinden verantwortlichen Organe, irgendwann ihren Dienst quittieren und mit diversen Symptomen reagieren.

Eine so erworbene Nahrungsmittelunverträglichkeit zum Beispiel  ist ein prima Indiz für eine Dysbalance im Darm. Das bemerkt man dann nicht zwingend mit akuten Bauchschmerzen. Sondern eben leider oft mit viel unklareren Symptomen, wie eingangs beschrieben.
Warum? Weil dann unser Körper ständig schuften muss, um „Entgiftungsarbeit“ zu leisten.

Ihr merkt schon, jetzt kommen wir vom Hundertsten ins Tausendste und das Fass das ich hier aufmache ist riesengroß… in einem einzigen Artikel bringe ich das nicht alles unter. Ein Buch könnte eventuell reichen.

Um die Kurve zu kriegen: wenn der Darm nicht gesund ist, aus welchen Gründen auch immer (und da gibt es vielerlei), KANN das Folgen haben, die dann wiederum zu Bluthochdruck führen. In meinem Vortrag am 28. Oktober im Rathaussaal der Gemeinde Gilching werde ich darauf ebenfalls ein bisschen genauer eingehen.

Weiter Bogen – großes Kino. Oder?

Wenn wir jetzt alle hättewärewenn aus der Gleichung streichen, und bei Bluthochdruck unklarer Ursache bereit sind eine Entlastungsdiät und eine Darmkur zu machen, und sich bereits nach kürzester Zeit eine signifikante Besserung einstellen würde…. was wäre dann besser: Pille oder Schonkost (für eine Weile)?

Ein Versuch wäre es wert. Oder nicht?

Wer mehr dazu wissen will oder betroffen ist, kann mich gerne kontaktieren. Noch ist ein „Rezept-Special“ zu dem Thema nicht fertig. Ich arbeite aber daran und gebe jetzt schon gerne nähere Informationen in einer persönlichen Beratung.

Erster Step für jeden sollte es auf jeden Fall mal sein, den Blutdruck in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren!

Dafür kann man sich natürlich in die Apotheke begeben oder ein eigenes großes Messgerät zulegen. Was mir aber vor ein paar Wochen angeboten wurde war das neue Gerät der Firma Braun, der neue iCheck7. Ein Blutdruckmessgerät fürs Handgelenk.

(Achtung – jetzt folgt ein kleiner Werbeblock – bezahlte Kooperation mit der Firma Braun – www.braunblutdruckmessgeraet.de)

Normalerweise sind die Handgelenksgeräte ziemlich ungenau. Ich habe aber in den letzten Wochen mit demTestgerät, das mir Braun zur Verfügung gestellt hat, immer wieder mal Vergleichsmessungen mit meinem Oberarmgerät gemacht und muss sagen, der Braun iCheck7 ist ziemlich zuverlässig. Was mir auch gut gefällt ist, dass man das Gerät super simpel mit der Braun-App „Healthy Heart“ verbinden kann und einem alle Werte auf dem Handy angezeigt werden. Dort könnte man sogar ein Ernährungsprotokoll ergänzen, das Bewegungspensum, Stimmung und Schlaf. (Ich habe zum Beispiel bei mir einen direkten Zusammenhang zwischen Hypertonie und negativen Verstimmungen festgestellt. Was auch wiederum mit der Darmgesundheit zu tun haben kann!).

Die Bedienung funktioniert intuitiv und das Gerät ist so handlich, dass man es gut auch in der Handtasche mitnehmen kann.
Was mir nicht so gut gefällt ist, dass bei „normal erhöhtem“ Blutdruck das Herz nicht mehr grün sondern bereits gelb leuchtet. Das mag aber vielleicht daran liegen, dass nach einer aktuellen amerikanischen Studie die Optimalwerte ein ganzes Stück nach unten korrigiert wurden.
Für unterwegs fehlt vielleicht eine kleine passgenaue Box, damit sich das Messgerät nicht in der Handtasche versehentlich selber aktiviert und sich das Date gegenüber fragt, was denn jetzt schon so seltsam brummt 😉

Unterm Strich ist der Braun iCheck7 also absolut empfehlenswert und gehört in jeden Haushalt! So wie ein Fieberthermometer.
Bei unauffälligen Werten genügt eine Messung alle paar Monate. Und auch dann muss ein erhöhter Wert nicht gleich ein Drama bedeuten. Aber das bleibt dann im ersten Step immer erst mal mit einem Arzt zu klären.

Nächste Woche kann ich sogar einen Braun iCheck7 verlosen! Wer interessiert ist folgt mir einfach super gerne auf Instagram oder oder liked meine Facebook-Seite.

Ich bin gespannt ob ich für ordentlich Verwirrung gestiftet habe, freue mich wenn ich am 28. Oktober viele Zuhörer bekomme und schicke Euch ganz viele sonnige Grüße!

 

Eure Isa***

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